Automatisierung mittels Skriptdatei

Abb. oben zeigt ein mögliches Szenario der "Automatisierung mittels Skriptdatei"

Seit der (NET) Edition von Visual Localize (ab V4.X) hat der Benutzer die Möglichkeit, wiederkehrende Arbeitsschritte bei der Lokalisierung zu automatisieren.
Hierzu verwendet Visual Localize eine Skriptdatei (*.vls z.B. „visloc.vls“), die bestimmte Befehle enthalten kann. Diese Befehle oder Anweisungen (z.B. –reload, -importdic, -createfiles) werden von Visual Localize automatisch nacheinander abgearbeitet, ohne dass der Benutzer händisch eingreifen muss.
Die Automatisierung wiederkehrender Lokalisierungsaufgaben mittels einer Skriptdatei (*.vls) kann im Wesentlichen in zwei Schritten erfolgen:

A) Verknüpfung der Skriptdatei mit „Visloc.exe“
B) Erstellen der Skriptdatei

Die folgende Bedienungsanleitung soll Ihnen helfen, eine Automatisierung durchzuführen.

Schritt A: Verknüpfung der Skriptdatei mit „Visloc.exe“

1. Erstellen einer Verknüpfung zu „Visloc.exe“
Öffnen Sie das Verzeichnis „[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Programme]\Visloc“ mit Ihrem Windows Explorer. Markieren Sie mit der rechten Maustaste die Datei „Visloc.exe“. Klicken Sie auf das Menü-Item „Verknüpfung erstellen“, wie unten gezeigt:

Erstellen Verknüpfung

Eine neue Verknüpfung „Verknüpfung mit Visloc.exe“ wird im selben Verzeichnis erstellt:
Verschieben Sie die Verknüpfung in Ihr Projektverzeichnis durch „Kopieren“/ „Ausschneiden“ und „Einfügen“.

2. Ändern der Verknüpfungs-Eigenschaften
Markieren Sie mit der rechten Maustaste die neu erstellte Verknüpfung „Verknüpfung mit Visloc.exe“ und klicken auf das Menü-Item „Eigenschaften“, wie unten gezeigt:

Verknüpfung mit Visloc.exe

Der folgende Dialog wird angezeigt:

Eigenschaften der Verknüpfung
  1. Klicken Sie auf den „Allgemein“ Tab und benennen Sie die Verknüpfung um. Wenn Sie mehrere Arbeitsschritte für unterschiedliche Lokalisierungsprojekte automatisieren wollen, sollten Sie der Verknüpfung immer einen eindeutigen Namen geben (z.B. „Erneuern des Projekts "Automatisierungstest“).
  2. Klicken Sie auf den „Verknüpfung“ Tab.
  3. Ändern Sie den Pfad in der „Ziel“ Textbox wie folgt: [Laufwerk]:\[Pfad_zu_Visual_Localize]\Visloc.exe
    –script:“[Laufwerk]\[Pfad_zu_Ihrer_Scriptdatei]\visloc.vls
  4. Ändern Sie die „Ausführen in“ Einstellungen falls nicht der Pfad zu Ihrem Verzeichnis „Visloc“ angezeigt wird.
  5. Klicken Sie auf den „OK“ Button.

Wichtige Anmerkung:
Die korrekte Syntax hat in der „Ziel“ Textbox ein Leerzeichen vor dem Wort „script“. Dies ist das einzige Leerzeichen in dieser Syntax. Im folgenden Screenshot ist diese sensible Stelle rot unterstrichen:

Syntax

3. Skript ausführen
Doppelklicken Sie die Verknüpfung, um alle in der Skriptdatei gelisteten Aktionen auszuführen. Nach der Ausführung der Lokalisierungsschritte wird Visual Localize automatisch beendet.


Schritt B: Erstellen der Skriptdatei
Die Beispiel-Skriptdatei „visloc.vls“ wird bei der Installation von Visual Localize .NET im Programmverzeichnis (z.B. C:\Programme\Visloc\) gespeichert. Beim Erstellen mehrerer Skriptdateien kann diese als Vorlage benutzt, kopiert und umbenannt werden. Oder Sie erstellen eine Datei in einem Texteditor, z.B. Notepad, und geben Ihr beim Speichern die Dateiendung „.vls“.

Anmerkung:
Für die Automatisierung verschiedener Lokalisierungsprojekte müssen jeweils einzelne Verknüpfungen erstellt werden, die auf die dazugehörigen Skriptdateien verweisen. Werden mehrere Operationen (siehe unten) in einer Skriptdatei geschrieben, so werden diese von Visual Localize nacheinander abgearbeitet.
Sehr wichtig ist, dass jeder Verknüpfung der korrekten Zielpfad zur Skriptdatei „visloc.vls“ zugeordnet ist.

Mögliche Operationen
Die folgenden Lokalisierungsschritte können in Visual Localize automatisiert werden:

1. RELOAD:
Mit diesem Skript-Befehl werden nach einem Software Update die Programm-Module in Ihrem Lokalisierungsprojekt erneuert. Alle Programm-Module (EXE, DLL, OCX) werden hierbei in Ihrem Lokalisierungsprojekt aktualisiert oder dem Projekt hinzugefügt.
2. CREATEFILES:
Mit diesem Skript-Befehl können Sie die Zieldateien (auch .NET Assemblies bzw. Satellite Assemblies) aus Ihrem Lokalisierungsprojekt erstellen.
3. IMPORTDIC:
Mit diesem Skript-Befehl können Sie die Übersetzungen aus einem Visual Localize Wörterbuch in Ihr Lokalisierungsprojekt importieren.

Syntax
Die folgende Syntax wird für die Automatisierung der einzelnen Lokalisierungsaufgaben benötigt:

1. RELOAD
Syntax, um Programm Module (EXE, DLL, OCX) in Ihrem Visloc-Projekt zu erneuern:

reload "[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Ihrem_Visloc-Projekt]\[Name_des_Visloc-Projekts].prj" "[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Ihren_aktualisierten_Programm_Modulen]\"

Beispiel:

Syntax Reload

2. IMPORTDIC:
Syntax, um ein Visual Localize Wörterbuch zu importieren:

importdic "[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Ihrem_Visloc-Projekt]\[Name_des_Visloc-Projekts].prj" "[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Ihrem_Wörterbuch]\[Name_des_Wörterbuchs].dic" /add /replace /ignore

Optionale Parameter für den Import eines Wörterbuchs:
/add: Importiert alle Phrasen aus dem Wörterbuch (Standard-Übersetzungen und Ausnahmen) und fügt sie der Übersetzung hinzu.
/replace: Bei einem Import-Konflikt, aufgrund einer bereits bestehenden Übersetzung, wird die bestehende Übersetzung automatisch durch die Übersetzung aus dem Wörterbuch ersetzt.
/ignore: Nur neue Übersetzungen aus dem Wörterbuch werden importiert. Bereits bestehende Übersetzungen in Ihrem Visloc-Projekt bleiben unberührt.
Beispiel:

Syntax Wörterbuchimport

3. CREATEFILES:
Syntax, um Zieldateien auf Ihrem Rechner zu erstellen:

createfiles "[Laufwerk]:\[Pfad_zu_Ihrem_Visloc-Projekt]\[Name_des_Visloc-Projekts].prj" "[Laufwerk]:\[Pfad_für_Ihre_Zieldateien]\" /net /o

Optionale Parameter für die Erstellung von Zieldateien:
/net: Erstellt .NET Satellite Assemblies (*.resources.dll) aus .NET Framework-basierten Basis Assemblies (*.EXE, *.DLL). Ist diese Option nicht gewählt, schreibt Visual Localize die Zieldatei in die Basis Assembly zurück.
/o : Bereits existierende Zieldateien werden automatisch überschrieben.
Beispiel:

Syntax Zieldatei erstellen

 

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